Martin- Luther- Universität
Halle - Wittenberg
alt und jung zugleich

Die heutige Martin-Luther-Universität ist aus zwei Universitäten entstanden. Die eine wurde 1502 vom sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen in Wittenberg gegründet und die andere 1694 in Halle. Beide Universitäten haben eine äußerst wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. In Wittenberg lehrten Luther und Melanchthon. Sie machten die Stadt und ihre Universität zum geistigen Zentrum der Reformation. Halle wurde um 1700 herum durch den Rechtsgelehrten Christian Thomasius und den Philosophen Christian Wolff zu einem der Ausgangspunkte der deutschen Aufklärung. Nachdem Napoleon die Uni Wittenberg 1813 kurzerhand schließen ließ, wurden infolge der territorialen Neuordnung nach den Napoleonischen Kriegen beide Universitäten 1817 in Halle vereinigt. Nachdem im Jahre 1994 das 300jährige Gründungsjubiläum des halleschen Zweiges gefeiert wurde, folgte im Jahre 2002 das große 500jährige Jubiläum der Wittenberger Universitätsgründung.
Durch ihre lange Geschichte ist die Universität mit der Stadt Halle räumlich eng verwoben. Die Universität ist stetig gewachsen und hat sich langsam aber sicher über die gesamte Innenstadt verbreitet. Viele Institute sind in alten Villen oder historischen Gebäuden untergebracht. Daneben wurden aber auch viele Universitätsgebäude neu errichtet oder umfassend renoviert. Viele Institute und Kliniken wurden neu ausgestattet und verfügen über modernste Arbeitsplätze und Geräteausstattung. Zentrum der Universität ist aber ganz zweifellos der Universitätsplatz mit dem klassizistischen Hauptgebäude, das bis heute für Vorlesungen genutzt wird. Mit dem des Audimax wurde die Gestaltung des Platzes abgeschlossen, somit hat Halle einen der schönsten Universitätsplätze Europas. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Opernhaus und das Neue Theater. Wissenschaft, Kunst und Kultur sind in Halle auf diese Weise auch räumlich eng zusammengerückt.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine Volluniversität mit mehr als 14.000 eingeschriebenen Studenten. Die vier wissenschaftlichen Hauptbereiche, Sozial- und Geistwissenschaften, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin, sind in sieben Fakultäten und 18 Fachbereichen gegliedert.
Als größte und älteste Bildungseinrichtung im Bundesland Sachsen-Anhalt und gehört sie zu den ältesten Hochschulen des deutschen Sprachraumes. Sie wurde im Jahre 1502 in Wittenberg gegründet, wo sie sich durch das Wirken Martin Luthers und den Einfluss Philipp Melanchthons zum Zentrum der Reformation und der humanistischen Studienreform entwickelte.
Im Jahre 1694 fand die Eröffnung der Universität in Halle durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. statt. Durch die Berufung bedeutender Gelehrter wie des Juristen Christian Thomasius und des Theologen August Hermann Francke erlangte sie bald große Bedeutung als Zentrum der Frühaufklärung und des Pietismus. In Halle, ebenso wie zuvor in Wittenberg, stand die Universitätsgründung im Zeichen einer grundlegenden, über ganz Deutschland ausstrahlenden Universitätsreform.
In den Franckeschen Stiftungen wurde 1717 durch J. Juncker das erste deutsche Universitätsklinikum eröffnet. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Dorothea Christiane Erxleben als erste Frau an einer deutschen Universität in Halle promoviert.
Im Ergebnis von territorialen Festlegungen des Wiener Kongresses wurden 1817 die Universitäten Wittenberg und Halle vereinigt und der Lehrbetrieb in Wittenberg eingestellt. Als "Vereinigte Friedrichsuniversität" hat sich die Universität im Geiste Wilhelm von Humboldts nochmals grundlegend reformiert. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde sie zu einer hochangesehenen Stätte der Forschung und Lehre entwickelt. Sie stand ebenbürtig neben alten Universitäten wie Tübingen, Heidelberg, Jena, Leipzig oder Göttingen. Ihren heutigen Namen "Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" erhielt sie am 10. November 1933.
Bei aller politischen Bevormundung, ideologischen Einengung und materiellen Begrenzung zu DDR-Zeiten ist die Martin-Luther-Universität in weiten Bereichen immer noch ein Ort freier Forschung und hochrangiger Lehre geblieben. Daran konnte nach der deutschen Vereinigung angeknüpft werden.
Neben den Fakultäten verfügt die Universität über mehrere interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtungen.
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